Vielversprechende Drohnen-Messung auf Sylt

Immer häufiger werden Drohnen für Landschaftsbilder verwendet und bieten Einblicke auf die Erde von oben. Im Rahmen von STENCIL wird nun untersucht, ob Drohnen auch zum Monitoring von Dünen- und Strandgebieten an den Küsten verwendet werden könnten.

Hierzu hat das Ludwig-Franzius-Institut (LuFI) Ende September zusammen mit dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) an einem 70 ha großen Strandgebiet am Standort List mehrere Drohnenflüge unternommen. Dabei fliegt die Drohne gleichmäßig über dem zuvor bestimmten Messgebiet und macht in regelmäßigen Abständen Einzelfotos aus der Vogelperspektive. Der Einzelflug dauert ungefähr 30 Minuten und erstellt dabei knapp 900 Fotos vom Untersuchungsgebiet. Anschließend werden die Fotos zu einem ersten 3D-Modell des Strandabschnitts zusammengefügt, welches die Topographie des Messgebietes zeigt.

Im nächsten Schritt wird die Kalibrierung und Validierung des Modells erfolgen. Hierzu wird das Modell mit gemessenen GPS-Daten verknüpft und erweitert. Mithilfe der GPS-Daten kann dann das Dünenvolumen im bemessenen Strandabschnitt bestimmt werden.

Die ersten Zwischenergebnisse legen nahe, dass das Monitoring per Drone ein vielversprechender Ansatz für zukünftige Monitoring-Programme im Bereich von Strandaufspülungen ist: So können Drohnen-Flüge eine einfachere, kostengünstigere und umweltfreundlichere Vermessung des Strandes ermöglichen. Durch die schnelle Durchführung und einfache Handhabung könnten Messungen in regelmäßigen Zeitabständen dabei helfen, Erosion frühzeitig zu erkennen und mittels Aufspülungen auszugleichen. Hierzu sind allerdings noch weitere Untersuchungen im Modell des Lister Strandes und im weiteren Verlauf an anderen Standorten nötig.

 

 

Ein Kommentar

    Sylt

    Gelungenes Beispiel dafür, wie man moderne Technik zum Gemeinwohl nutzen kann.

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