Messverfahren zur Erkundung des Meeresgrundes an Bord des Forschungsschiffes Mya II

Monitoring der Sedimenteigenschaften und benthischer Habitate in Aufspül- und Entnahmegebieten

Im Rahmen des Arbeitspaket WA 5 soll zum einen der stark strapazierte Meeresboden im Bereich der Sandentnahmestelle vor Westerland/Sylt untersucht werden. Zum anderen werden Untersuchungen hinsichtlich der Sedimentdynamik und Morphologie an der Küste selber und im Küstenvorfeld erfolgen. Zum Einsatz kommen dabei hauptsächlich hydroakustische Fernerkundungsmethoden unter Einsatz von Fächerecholoten und Seitensichtsonaren. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen direkt von den anderen Projektteilnehmern für eine Weiterentwicklung von numerischen Modellen zur Berechnung von Hydrodynamik und Sedimenttransport genutzt werden.

Das wesentliche Ziel der Untersuchungen innerhalb dieses Teilprojektes ist eine Beurteilung der Nachhaltigkeit von Sandvorspülungen und Sandentnahmeverfahren in Bezug auf die beeinflussten benthischen Habitate. Ein weiteres Ziel besteht darin, neue standardisierte Untersuchungsmethoden für ein zukünftiges integriertes Küstenzonenmanagement (ICZM) in Bezug auf Sandvorspülungen zu entwickeln. Aus diesem Grund sind die hierfür nötigen Untersuchungen als ein Pilotprojekt im Rahmen der Wattenmeerstrategie 2100 (MELUR-SH, 2015) angelegt, um Anpassungsmaßnahmen für das Wattenmeer hinsichtlich eines bevorstehenden Klimawandels zu entwickeln.

Beteiligte Projektpartner: Alfred Wegener Institut Sylt

Bathymetrische Karte. Gut zu erkennen sind subaquatische Dünen, die ein Indiz für Sedimenttransport darstellen.

Messarbeiten an Bord von Mya II