Annular Flume (RWTH)

The Large Wave Flume (GWK) in Hannover

The AWI research vessel Mya II

Sandaufspülungen werden seit mehreren Jahrzehnten weltweit ausgeführt und sind heutzutage als routinemäßige Küstenschutzmaßnahme angesehen. Der neuerliche Paradigmenwechsel zu einem Integrierten Küstenzonenmanagement (IKZM) und einem ökosystembasierten Management-Ansatz (EAM) für Küsten erfordert allerdings neue Konzepte, Modelle und Werkzeuge zur Umsetzung nachhaltiger und umweltfreundlicher Sandaufspülmaßnahmen. Das Forschungsprojekt STENCIL möchte einen ersten Schritt in Richtung des langfristigen Ziels der Etablierung eines IKZM und EAM für Sandaufspülungen leisten. Mit der gemeinsamen Expertise von Küsteningenieuren, Geologen, Biologen und Toxikologen wird STENCIL verbesserte Werkzeuge und Methoden für die Vorhersage der Hydro- und Morphodynamik an der Küste sowie zur Abschätzung der Auswirkungen von Sandentnahme und –aufspülung auf benthische Habitate und Prädatoren liefern. Durch Feldstudien und Laborversuche sowie konzeptionelle und numerische Modelle werden wertvolle Datensätze, verbesserte Vorhersagemethoden und Arbeitsablaufstudien für die Entwicklung operativer Beobachtungs- und Analyseverfahren für die Praxis entstehen. Schließlich wird eine Strategie für die Planung und Überwachung zukünftiger Sandaufspülmaßnahmen sowie die notwendigen zukünftigen Forschungsaktivitäten hinsichtlich umweltfreundlicher Sandaufspülungen als ‚low-regret‘ Maßnahmen erarbeitet. STENCIL ist eines von 12 Verbundprojekten im Förderschwerpunkt Küstenmeerforschung in Nord- und Ostsee (KüNO) des BMBF-Rahmenprogramms Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA).

STENCIL umfasst sechs Teilprojekte, die im Folgenden genauer beschrieben werden: